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Gesundheit von zu Hause aus

08.10.2023

Terminbuchungen, Sprechstunden oder das Verwalten von Befunden – nicht für jede Kommunikation und Interaktion mit Ärztinnen*/Ärzten* oder Therapeut*innen braucht es zwingend einen Vor-Ort-Kontakt. Hallo Gesundheit, der neue digitale Gesundheitsassistent der Vinzenz Gruppe, bietet nun via App und Webportal ein umfangreiches Service-Angebot. Das aktuelle Vinzenz magazin berichtet – neben vielen weiteren Themen – darüber, wie Hallo Gesundheit funktioniert und wie die ersten Erfahrungen sind.

Nicole S. ist eine der ersten Patientinnen, die Hallo Gesundheit angewendet hat. Sie wurde im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien wegen eines Magenbypasses operiert und kann nun die regelmäßigen Sprechstunden zur Abklärung von Therapieerfolgen mit ihrem behandelnden Arzt Oberarzt Dr. Georg Tentschert von der Adipositasambulanz ganz bequem von daheim besuchen. Ein großer Vorteil für die berufstätige Mutter von drei Kindern. „Ohne Anfahrtsweg und Rückreise kann ich mir diese Kontrolle zwischen Familie und Beruf gut einteilen.“

Die Adipositasambulanz ist eine von ausgewählten Ambulanzen und Spitälern der Vinzenz Gruppe, welche Hallo Gesundheit ihren Patient*innen bereits anbieten. In Phase zwei soll die Plattform dann auch für den niedergelassenen Bereich geöffnet werden. Das Ziel ist, Patient*innen in jeder Lebensphase – von der Vorsorge über die Behandlung bis hin zur Rehabilitation – nahtlose Angebote zu bieten.

Das Portal, welches in Kooperation mit Siemens Healthineers entwickelt wurde, unterliegt strengen Sicherheitsbestimmungen und steht derzeit bestehende Patient*innen zur Verfügung. Alle Daten sind mehrfach geschützt, verschlüsselt und auf Servern innerhalb der EU abgelegt.

Dr. Michael Heinisch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vinzenz Gruppe, ist überzeugt, dass die Digitalisierung ein starker Hebel ist, um den Menschen bei ihrer persönlichen Gesundheitsversorgung mehr aktive Mitgestaltung zu ermöglichen. Diese Ansicht teilt auch ein Großteil der Bevölkerung. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage von marketagent. bestätigt, dass 61 % der Bevölkerung mehr Möglichkeiten fordern, die Prozesse rund um ihre Gesundheit aktiver mitgestalten zu können.

Oberarzt Tentschert schätzt die digitalen Möglichkeiten bereits sehr: Über seinen Kalender gibt er per Mausklick Termine frei, die von Patient*innen gebucht werden können. Nach der Onlinevisite erhalten diese persönliche To-Do-Listen, beispielsweise Überweisungen für weitere Befundungen. Dennoch ist völlig klar: „Der persönliche Kontakt zwischen Ärzten und Patienten kann nicht ersetzt werden. Die beste Medizin wird immer der Mensch bleiben“, betont Michael Heinisch.

Narkose bedeutet nicht immer Tiefschlaf

Anästhesist*innen sind in ganz Österreich – und auch weltweit – dringend gefragt. Denn ohne sie wäre keine Operation möglich. Der ungarische Facharzt Oberarzt Dr. Árpád Harkányi, der regelmäßig von Budapest zu seinem Arbeitsplatz im Orthopädischen Spital Speising anreist, erzählt im Interview im Vinzenz magazin über seinen Alltag und das breite Spektrum seiner Arbeit. Im Krankenhaus ist er einer von vier ungarischen Anästhesist*innen, die zwischen ihrer Heimat und Wien pendeln. Zwei weitere sind bereits übersiedelt. So wirkt die Fachklinik dem Personalmangel im Fachbereich Anästhesiologie und Intensivmedizin erfolgreich entgegen.

Ein Grund, warum gerade in diesem Bereich so eine Knappheit an medizinischem Fachpersonal herrscht, könnte die Tatsache sein, dass oft ein falsches Bild des Berufes existiert. Árpád Harkányi kennt etwa das Vorurteil „Schlafarzt“, dabei sei seine Tätigkeit viel umfassender, betont er. Sie schließt etwa die medizinische Begutachtung für die Vorbereitung auf eine Operation, die tatsächliche Narkose sowie die postoperative intensivmedizinische Betreuung von Patient*innen mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen ein.

Harkanyi, der dem Spezialteam Perioperativer Ultraschall und Regionalanästhesie angehört, erklärt auch, dass Narkose früher mit Vollnarkose gleichzusetzen war, heute aber immer öfter regionalanästhesiologische Techniken zum Einsatz kommen. „Mit Medikamenten blockieren wir bestimmte Nerven und schalten so das Schmerzempfinden aus. Heute machen wir das mittels

Ultraschall, das erlaubt eine ganz genaue Führung der Nadel zum Ziel.“ Die Vorteile: deutlich weniger Nachwirkungen als nach einer Vollnarkose, weil das Bewusstsein und die Atmung erhalten bleiben.

Kampfgeist als wahre Berufung

Im Krankenhaus St. Josef Braunau am Inn arbeitet die beste Judo-Kampfrichterin Österreichs. Dort ist sie allerdings für die Sonderklasseverrechnung zuständig. Cornelia Priller, die auch den schwarzen Gürtel trägt, hat mit elf Jahren mit dem Sport angefangen, kämpfte von 2006 bis 2008 im Nationalkader und war 2007 Europameisterin. Nachdem sie sich vom aktiven Sport zurückgezogen hat, wechselte sie auf die andere Seite der Matte und wurde Kampfrichterin. Mittlerweile ist sie auch hier im Spitzenfeld. So wurde sie im Vorjahr zur besten Kampfrichterin Österreichs gewählt. „Das macht mich natürlich sehr stolz und entschädigt für den enormen Aufwand, denn ich bin allein im Vorjahr an 35 Wochenenden unterwegs gewesen. Die Entscheidungen fallen beim Judo innerhalb von Millisekunden, da muss man sehr genau sein.“

Zusätzlich zu dieser aufwendigen Tätigkeit ist Priller seit mehr als zehn Jahren für die Verrechnung der Sonderklassepatienten mit den Versicherungen tätig. „Der Beruf vereint meine professionellen Lieblingsthemen Medizin und Buchhaltung.“ Sportliche Ziele verfolgt Cornelia Priller aber noch weiter: „Ich bereite mich derzeit auf die Europalizenzprüfung im Oktober in Spanien vor. Und nach fünf Jahren Europalizenz könnte ich mich um die höchste Stufe, die Weltlizenz, bewerben.“

Wenn aus Teenagern Mütter werden

Seit zwei Jahrzehnten begleitet die Institution YoungMum unbürokratisch und unentgeltlich sehr junge Mütter auf ihrem Weg in ein völlig neues Leben. In der aktuellen Ausgabe des Vinzenz magazin sprechen Mitarbeiter*innen und Betroffene über das einmalige Programm. Das Angebot an die werdenden Mütter reicht von Rechtsberatung und psychologischer Betreuung über die eventuelle Suche nach einer Unterkunft in einem Wohnheim oder Frauenhaus bis hin zur Beschaffung von gebrauchten Babyartikeln.

„Grundsätzlich kann jede junge Frau, die vor ihrem 20. Geburtstag schwanger wird, zu uns kommen, um Beratung und Betreuung zu erfahren“, fasst Klaudia Awad-Logar, Hebamme bei YoungMum, zusammen. Und Sozialarbeiterin Mag.a Kathrin Koppensteiner erklärt: „Oft kommt es vor, dass Defizite ausgeglichen werden müssen, wenn sich die Eltern oder der Partner nicht um die junge Frau kümmern, der Wohnraum fehlt oder die finanziellen Möglichkeiten.“
Wichtig für die Betroffenen ist auch das Wissen, dass sie nicht alleine mit der Situation sind. Bei YoungMum, das im St. Josef Krankenhaus Wien, der größten Geburtsklinik Österreichs, angesiedelt ist, finden sie eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten.

Seit der Gründung im Jahr 2003 wurden mehr als 2.300 werdende Mütter bis zu einem Alter von 20 Jahren auf die Geburt vorbereitet und bis zum vollendeten ersten Lebensjahr des Kindes begleitet.

Vinzenz magazin: Insights aus dem Leben im Krankenhaus

Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren Beiträgen erscheint viermal pro Jahr und richtet sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern. Die aktuelle Ausgabe können Sie kostenlos abonnieren oder auch online als Digitalausgabe lesen.

Vinzenz Gruppe: Gesundheit kommt von Herzen

Im Sinne unserer christlichen Gründer*innen setzen wir uns gemeinsam für ein Gesundheitswesen in Österreich ein, in dem kompetente Medizin und Pflege von Herzen kommen.

Gemeinnützigkeit ist unser Prinzip. Unsere Ordenskrankenhäuser, Pflegehäuser, Wohnangebote für Menschen mit Betreuungswunsch, Rehabilitationseinrichtungen und Präventionsangebote stehen allen Menschen offen – ohne Ansehen ihrer Konfession und ihrer sozialen Stellung.

www.vinzenzgruppe.at

Rückfragen & Kontakt:

Annemarie Kramser
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien
Leitung Kommunikation
Gumpendorfer Straße 108, 1060 Wien
Mobil : +43 664 412 50 39
E-Mail: annemarie.kramser@vinzenzgruppe.at
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