Detail

back to news

TU Wien: Startschuss für mehr wissenschaftliche Start-ups

10.03.2026

Das hochkarätige Launch-Event fand im Festsaal der TU Wien mit rund 200 Gästen statt. Das Ziel der Spinoff Factory: Forschende dabei unterstützen, Forschungsergebnisse schneller und erfolgreicher in marktfähige Unternehmen zu überführen.

In seiner Keynote betonte Rektor Jens Schneider die zentrale Rolle von Universitäten für unternehmerische Innovation: „Spinoffs sind ein entscheidender Hebel, um Forschung in konkrete Lösungen für die Gesellschaft zu verwandeln.“ Peter Ertl, Vizerektor für Forschung, Innovation und Internationales, stellte anschließend die strategische Bedeutung von Ausgründungen für die Innovationsagenda der Universität heraus.

Die Spinnoff Factory stellt sich vor

Im Zentrum des Abends stand die Präsentation der Spinoff Factory durch CEO Christian Hoffmann. Ziel der Initiative ist es, Wissenschaftler_innen auf ihrem Weg von der Idee zum Unternehmen zu begleiten und Zugang zu Finanzierung, Infrastruktur und unternehmerischem Know-how zu schaffen.

Ein wichtiger Baustein ist Noctua Science Ventures, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, Österreichs erstes Joint Venture zwischen einer Universität und einem der größten europäischen Seed-Investoren. Gemeinsam mit Speedinvest will die TU Wien damit insbesondere kapitalintensive Deep-Tech-Gründungen aus Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Österreich unterstützen. Der Fokus liegt auf fünf zentralen Zukunftsfeldern: DeepTech, Climate & Industrial Tech, Software & AI, HealthTech sowie SynBio & BioTech.

Dass hier großer Handlungsbedarf besteht, zeigen aktuelle Zahlen: Österreich liegt derzeit rund 50 % unter dem EU-Durchschnitt, wenn es darum geht, wissenschaftliche Durchbrüche in erfolgreiche Start-ups zu überführen.

Erfolgsgeschichten im Fokus

Wie aus Forschung ein Unternehmen entstehen kann, zeigte die anschließende Paneldiskussion anhand der Gründungsgeschichte des TU-Wien-SpinoffsInvisible Light Labs. Gründer Silvan Schmid diskutierte gemeinsam mit Tanja Sovic (Head of Innovation & Knowledge Transfer, TU Wien), Birgit Hofreiter (Head of TU Wien Innovation Incubation Center i²c) und Antonia Rinesch (The Spinoff Factory) über Patentschutz, Finanzierung, universitäre Unterstützungsstrukturen und die größten Hürden auf dem Weg vom Labor zum Markt.

Die Diskussion machte deutlich: Um die Zahl erfolgreicher Spinoffs zu erhöhen – ein Ziel, das sich die österreichische RTI-Initiative bis 2030 gesetzt hat – braucht es nicht nur Finanzierung, sondern auch eine stärkere unternehmerische Kultur innerhalb der Forschung.

Der Abend klang bei Networking, Musik und Gesprächen über neue Kooperationen aus, ganz im Sinne der Mission der Spinoff Factory: mehr Forschung in erfolgreiche Unternehmen zu verwandeln und Österreichs Innovationsökosystem nachhaltig zu stärken.